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Bluatschink-Fans spenden: Ein Stück "Hoamat oder so...." |
![]() HOAMAT ODER SO...
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![]() HOAMAT ODER SO...
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| Ref: A Stückle Hoamat oder so - des suacht doch jeder! A Stückle Hoamat oder so - und der der´s finda ko¹, der fühlt sich seelig oder so, sei gånzes Leba. A Stückle Hoamat oder so, des ko´s¹ no geBa!
1. Då geit´s in mir, so wia in jedem Hearz a so a sehnsucht nåch dem G´ühL,
2. Doch manchmål hån i gånz a komisch´s Gfühl, wennjemand "Volk" und "Hoamat" saht³.
3. Und trotzdem woaß i, daß es då wås geit¹¹, des iSCH mir ålles auf der Walt.
Ref: A Stückle Hoamat oder so - des suacht doch jeder! |
¹ ko = kann
ko´s = kann es ² k´hearsch = gehörst ³ saht = sagt ¹¹ geit = gibt ¹² salt = selber ![]() | ||
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"Hoamat oder so"
| Wir haben 1990 damit begonnen, uns mit Liedern für den Erhalt des Lech einzusetzen, weil wir glauben,
dass "Hoamat" der Platz auf diesem Blauen Planeten ist, für den man auch Verantwortung
trägt. Hier möchte ich bleiben, alt werden - hier möchte ich, dass auch meine Kinder
und Kindes-Kinder eine lebens- und liebenswerte Heimat vorfinden ! Dann darf man nicht sagen
"Die Sintflut hinter mir", sonder dann heißt es, aktiv werden. Diese relativ
friedliche, abgeschlossene und in vielen Belangen noch halbwegs "heile" Welt in so einem
Gebirgstal hat aber auch zur Folge, dass viele Menschen absolut empfindlich auf Fremdes reagieren.
In so einer typischen Lechtaler Ortschaft mit ca 500 Einwohnern kennt man jeden, man weiß,
dass sich jeder halbwegs an die Spielregeln hält. Kommen aber fremde Leute hinzu, dann gibt es
da Unsicherheit und Ängste: "Werden auch die sich den ganzen ungeschriebene Gesetzen
unterwerfen, sich anpassen, mitspielen ...?" Und genau diese Unsicherheiten lassen sich vortrefflich instrumentalisieren. Und dann sieht man immer wieder, dass vor allem diejenigen politisch punkten können, die mit "Hoamat" gleichzeitig "Mir san mir" sagen. Und auf einmal spürt man, wie verdammt eng es in diesen Bergen manchmal sein kann - zumindest in geistiger Hinsicht (obwohl auch enge Häuserschluchten nicht immer die beste Voraussetzung für Weltoffenheit darstellen). 290 Zuwanderer in einem Jahr sind dann auf einmal für ein Bundesland wie Kärnten ein Problem - zumindestens laut Landeshauptmann Haider - und viele applaudieren! |
So hat unmittelbar vor der 99er-Wahl der ÖVP-Landtagsabgeordnete
Eggel nichts Dümmeres in den Wahlkampf einzubringen gewusst, als sich darüber aufzuregen,
dass die VHS-Reutte einen Türkisch-Kurs für Anfänger anbietet: "Nicht wir lernen
türkisch, sondern die sollen gefälligst Deutsch lernen!" Dass die VP in unserem Bezirk gut
abgeschnitten hat, ist kaum diesem Vorstoss zuzuschreiben - denn in Sachen "Ausländer raus"
wählen die Leute immer noch den Schmied und nicht den Schmiedl. Aber allein dass die VP gut
abgeschnitten hat, obwohl derart ausländerfeinliche Töne angeschnitten wurden, ist traurig genug! Stell Dir vor, Du bist in Österreich aufgewachsen und Deine Landsleute würden Dich am liebsten in das Land zurück schicken, aus dem zwar Deine Vorfahren kommen, das Du aber kaum kennst. Wo ist dann Deine "Hoamat oder so ..." ?
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| Gewidmet ist dieses Lied einem ehemaligen Schüler von mir - Inan - den ich in Reutte/Außerfern unterrichtet habe. Das heißt - eigentlich hat er mich unterrichtet. Ich habe nämlich das Fach "Deutsch für fremdsprachige Schüler" bekommen, für das es damals kaum Unterrichtsbehelfe oder Ähnliches gab. Einige Kinder waren unmittelbar davor nach Österreich gekommen und sprachen kein Wort Deutsch. | ![]() Toni und Inan | |
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| Inan war schon länger hier und
sprach perfekt Deutsch - er hat mir Türkisch beigebracht, hat Dolmetscher gespielt und ich habe
ihn in diesem Jahr wirklich ins Herz geschlossen. Ein Jahr später habe ich ihm in der Türkei einen Überraschungsbesuch abgestattet, als er gerade mit seinen Eltern für ein paar Wochen dort war. Ihr hättet diese Augen sehen sollen! Es war in der Stadt Aksarai - südlich von Ankara. Ein bleibender Eindruck für mich war jedoch die Scham, die dieser Junge gehabt hat, weil er wusste, dass diese Stadt und die Wohnverhältnisse seiner Verwandten auf mich als Mitteleuropäer ziemlich armselig wirken mussten. Und ich habe mir lange die Frage gestellt - Wo ist dieser Inan jetzt eigentlich wirklich zu Hause? Denn in der Türkei ist er einmal im Jahr - bei uns im Außerfern bläst aber den türkischen Mitbürgern immer mehr ein ziemlich kalter Wind ins Gesicht. | ||
Admin Mail: guru@bluatschink.at
location: http://www.bluatschink.at/sw/hoamat.htm